ON STAGE

Drei Monate... zehn Redaktionsmitglieder... zig Diskussionen... und eine Frage: Hat es jetzt nicht lange genug gedauert?
Unsere Antwort: JA, hat es!

Seit Anfang des Schuljahres sitzen wir nun schon jeden Donnerstag beisammen und versuchen im Rahmen eines Projektkurses eine Oberstufenzeitung "On Stage" zu erstellen.
Moment mal... Zeitung? Ist die nicht normalerweise aus Papier? - Ja, ist sie. Doch das Papier will auch bedruckt sein... und genau da liegt unser Problem. Unsere Bemühungen, eine für euch kostenfreie Zeitung zu drucken, scheiterten und auch andere "Druckquellen" konnten wir aus verschiedenen Gründen nicht nutzen.
Daher unsere Entscheidung, eine Art digitale Zeitung zu erstellen.

Hier findet ihr Artikel zu unterschiedlichsten Themen wie Musik, Film, Bücher, Sport, und Politik. Doch als Schüler der 13. Klasse interessiert uns natürlich auch, was nach der Schule kommt. Daher haben wir diesem Thema gleich zwei Kategorien gewidmet.

Ist es eigentlich nötig zu erwähnen, dass wir uns über (konstruktive) Kritik freuen würden? Ihr könnt jeden Artikel kommentieren, sowie im Gästebuch eigene Ideen zu Artikeln mit einbringen. Und solltet ihr den Drang verspüren, hier eigene Arbeiten (egal ob Artikel, Gedichte oder ähnliches) veröffentlichen zu wollen - Nur zu! Sprecht einfach mit Juliane Dierks (Deutsch LK 13).

Doch am besten ihr fangt jetzt an, euch umzusehen und ein paar Sachen zu lesen...

Eure ON STAGE-Redaktion

28.11.07 21:29, kommentieren

Die weibliche Multitaskfähigkeit

 

Endlich ist es soweit: unsere neue Oberzeitung steht in den Startlöchern und mit ihr starten wir eine einzigartige Kolumne. Manche denken jetzt bestimmt das Thema Frau-Mann bzw. Mann-Frau in der Ära Mario Barth ist schon langweilig und gibt nichts mehr her. Doch wir sprechen andere Themen an und gehen ihnen auf den Grund.

        Betrachten wir, zum Beispiel, die viel gelobte „Multitask-Fähigkeit“ der Frauen. Sie ist doch eher die weibliche „Unfähigkeit“ sich nur auf eine Sache zu konzentrieren und nimmt ihr jegliche Chancen zum Entspannen.

Denn was tut ein Mann, wenn er heimkommt? Er zieht sich seine Schuhe aus, setzt sich hin und sieht fern. Was er aber niemals tun würde: Mit Einkaufstüten unter dem Arm die Tür zuschubsen, in Schuhen und Mantel durch die Wohnung laufen und dabei alles aus dem Weg räumen, was vom Morgen liegen geblieben ist. Zwischendurch wird denn noch ein Topf Wasser aufgesetzt, Post durchgesehen und das Fernsehprogramm für den Abend einstudiert.

    - Tja, so was tut wirklich nur eine Frau…

Später will sie sich noch schnell die Haare waschen, Plätzchen backen und für ein Buch im Internet recherchieren. Das Resultat sieht folgendermaßen aus: die Plätzchen sich verbrannt, weil sie sich beim Surfen im Internet verzettelt hat und das Wasser ist inzwischen völlig verdampft.

        Ist diese Multitask-Fähigkeit nicht eher eine weibliche Erklärung für das planlose Umherirren in der eigenen Wohnung oder kann man das schon unter eine geistige Verwirrung einordnen? Ein Mann würde garantiert zum Zweiten tendieren.

Und sein wir mal ehrlich…Manchmal tun wir Frauen doch nur so, als ob wir multitaskfähig wären, aber verzetteln uns dabei so sehr, sodass nichts dabei rauskommt. Würden wir uns endlich mal auf eine Sache konzentrieren, hätten wir zumindest diese zu Ende gebracht.

        Da können wir uns an den Männern  ein Beispiel nehmen. Die lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Sie schalten die Glotze an und das Gehirn aus.

Auch beim Telefonieren können wir nicht still halten. Frau kann sich ja nicht hinsetzen, nein, sie muss aus einem 60 Minuten Telefonat einen Marathon machen, indem sie sich den Hörer zwischen Ohr und Schulter einklemmt. Dabei kaut sie mit ihrer Freundin jedes Problem durch, ersteigert eine Handtasche bei Ebay, räumt die Spülmaschine leer, schraubt ein Ikea-Regal zusammen und verbindet danach ihren Finger, weil sie sich verletzt hat.

Einige Männer fragen sich bestimmt, wann diese Multitaskfähigkeit eigentlich von statten geht. Wenn sie beim Fernsehen bügelt; ist das schon multitask oder wenn sie sich während der Nachrichten die Nägel lackiert?

Eins ist sicher: Männer und Frauen werden mit zweierlei Maß gemessen. Würde ihr Mann sich die Nägel schneiden, während sie ihm was erzählt, müsste er sich als desinteressierter Ignorant beschimpfen lassen.

Allerdings ist es auch ganz praktisch für den Mann, wenn er diese zweifelhafte Multitask-Fähigkeit nicht besitzt. So erwartet niemand von ihm wie ein besessener beim Essen zu plaudern. Dies soll jetzt aber nicht heißen, dass ein Mann froh sein kann, wenn er Kauen und Schlucken nicht verwechselt. Ich möchte schließlich nur feststellen, dass der Mann an sich ein wunderbares, einfaches, strukturiertes Leben führt, sich allerdings vor den weiblichen Irren in Acht nehmen sollte.
                                                                                       Manu B.

29.11.07 19:42, kommentieren

Fragen, die ein Mann ohne Rechtsbeistand besser nicht beantworten sollte…

 

Es ist Samstag, die Sonne scheint- ach das Leben könnte so schön sein! Der Biergarten wartet bereits aber der Mann sitzt auf der Couch und wartet bis sie fertig ist. Und dann endlich die Badezimmertür öffnet sich und da kommt die Frage: „Fällt dir gar nichts an mir auf?“
       Spätestens jetzt schwitzt der Mann, denn ihre Stimmung und sein Abend hängen von seiner Antwort ab. Er weiß natürlich, dass eine einfache Antwort nicht genügen wird, denn sie will es genau wissen. Und dazu hat sie auch allen Grund. Schließlich hat sie sich nicht nur auf schmerzhafte Weise Beine, Achseln und Bikinizone epiliert, denn auch der Friseurbesuch, der bereits eine Woche zurück liegt, blieb unkommentiert. – Tja, da steht sie nun, die Hände an der Hüfte und sieht ihn erwartungsvoll an. In seinem Gesicht sieht man hingegen die totale Leere und die Worte „Nö, was is denn?“, verlassen seinen Mund. Ihr Blick immerhin spricht Bände – und diese Sprache versteht auch er: Falsche Antwort.
Aber er gibt nicht auf. Panisch scannt er die Person, die vor ihm steht: ein Kopf, ein Rumpf, zwei Arme und Beine – alles noch da. Er sieht hoffnungsvoll nach oben, ob Gott ihm bitte helfen würde. Tut Gott aber nicht. Also fragt er: „Gibst du mir einen Tipp?“
Ihre Reaktion: sie nimmt ein Buch und wirft es an seinen Kopf. Er versucht es erneut, jedoch gründlicher: zwei Augen, eine Nase, ein Mund, zwei Ohren – bis er schließlich aufgibt und seine Angebetete somit einen Grund gibt wieder ins Bad zu verschwinden und die Tür zu zuknallen. „Äh…das mit dem Biergarten wird dann wohl nichts mehr, oder?“ Aus dem gegen die Tür fliegenden Fön kann er dann schließen, dass es heute nirgends wohin geht.
       Es ist ein Jammer. Auf der Erde leben noch immer Männer, die glauben, eine blöde Gegenfrage oder ein Mitleidserregendes Schulterzucken sei eine vernünftige Antwort. Aber vielleicht glauben Manche nur, dass ihre Partnerin anders ist als andere und zwar unkompliziert so wie seine Kumpels. Das ist aber absoluter Quatsch! Denn können sie ja gleich dem Osterhasen heiraten.
Liebe Männer, hier nun ein guter Rat: fragt nicht nach dem warum. Ihr habt es mit einer Frau zu tun. Einem Wesen, das in einem Ding steckt, von dem sie sich wünscht, dass es an ihr so gut aussieht wie sie es sich in den Kopf gesetzt hat. Und dafür sollt ihr sorgen. Ein mieser Job, ich weiß und dafür sollte man Bundesverdienstkreuze ausgeben oder mindestens einmal jährlich Kuren verschreiben.
         Was aber speziell für diese Frage tun? Vermeidet die Situationen, in denen es zu unbequemen Fragen kommen könnte. Haltet Monologe über das Wetter, täuscht eine Erkältung vor oder stellt euch notfalls tot. Wenn das alles nichts hilft, kommt er zum Einsatz: Der ultimative Supersatz, den Frauen noch lieber hören als "Ich liebe dich“. Dieser eine Satz wird euch retten. Er lautet: "Hast Du abgenommen?“
Er ist die allzeit richtige Antwort auf Fragen wie "Und?" oder "Fällt dir was an mir auf?" Selbst wenn ihr nicht die geringste Ahnung habt, was sie jetzt hören will - damit zaubert ihr ein Lächeln auf ihr Gesicht, und alles ist gut.
Immerhin gibt es auch eine Ausnahme. Falls wir Frauen irgendwann mal fragen sollten, wie ihr unseren Po findet, dann rennt weg. Ihr erspart euch somit stundenlange Diskussionen, seht uns nicht beim Verzweifeln oder sogar beim Heulen zu. Und das wichtigste was ihr euch erspart ist eine Kur, die ihr dann bitter nötig hättet.

                                                                                       Manu B.

29.11.07 19:47, kommentieren

Slamball

Das Spiel:

Slamball ist eine Variante des Basketballs, die spektakulärer aussehen soll. Dies soll unter anderem durch Trampoline in der Umgebung der Körbe, eine höhere Punktzahl für Dunkings und eine sehr kurze maximale Angriffszeit erreicht werden. Zudem ist es deutlich aggressiver. Die Sportart ist sehr jung; seit 2002 wird sie in den USA regelmäßig im Fernsehen übertragen, auch in Großbritannien gibt es mittlerweile eine Fangemeinde.

Die Regeln:

Die Regeln sind ähnlich dem Basketball.

Zwei Teams spielen gegeneinander, jedes besteht aus vier Spielern: einem sogenannten "Handler", zwei "Gunners" und einem "Stopper". Es werden zwei Spielhälften gespielt, jede ist 16 Minuten lang. Bei Fouls läuft die Uhr weiter, bei Auszeiten wird sie dagegen angehalten.

Würfe auf den Korb können von überall innerhalb des Spielfeldes erfolgen. Treffer zählen grundsätzlich zwei Punkte, die einzige Ausnahme sind Slam Dunks, die mit drei Punkten gewertet werden. Innerhalb von 15 Sekunden muss das angreifende Team einen Wurf auf den Korb versuchen. Es gibt (anders als im Basketball) keine Beschränkung auf das Blocken von Würfen.

Das Spielfeld wird durch hohe Wände aus Acrylglas begrenzt, die als Bande benutzt werden dürfen. Vor den Körben stehen Trampoline, üblicherweise vier auf jeder Seite.

Wird der Ball von zwei gegnerischen Spielern gleichzeitig berührt, geht der Ball an das verteidigende Team. Nach einen Foul gibt es eine speziellen "Freiwurf": der gefoulte Spieler darf von einem Trampolin aus zum Korb springen, um einen Drei-Punkte-Dunking zu erzielen, ein Verteidigungsspieler darf versuchen ihn zu blocken.

Hier noch ein kleines Video zum Thema: Klick Mich!

28.11.07 20:18, kommentieren

Gespräch mit einem Afrikaner

Was ist eigentlich unsere Gesellschaft?

Nein, jetzt bitte keine Sozi- und Philo-Hefter hervorkramen, sondern einfach mal kurz überlegen, was euch bei diesem Wort in den Sinn kommt. Ein eher beklemmendes Gefühl der Systemunterwerfung oder vielleicht die glitzernde Vorstellung der High Society?
Das „Mein-Haus-mein-Auto-meine-Kinder“-Vorstadtklischee? Oder regt sich da gar nichts?

Wir alle befinden uns in der letzten Runde in Richtung der Zielgeraden, wo auf einem großen Transparent ABITUR 2008 leuchtet. Ja, und dann?
Die Rolle als Schüler wird bald abgelegt sein und egal ob Studium, Ausbildung, Zivildienst oder Arbeit – jeder nimmt erneut einen Platz in der Gesellschaft ein. Und was wird dabei von uns erwartet? In der Hinsicht gibt es nichts neues: Leistung! Leistung! Leistung!

Es wird hart gearbeitet, gebüffelt und geklotzt für… ja für was eigentlich?
Das fragte mich neulich auch ein Afrikaner im Krankenhaus.

- Warum studiert ihr so lange? Warum bekommt ihr so spät oder gar nicht Kinder? Warum seid ihr nie zufrieden? Warum heißt es immer „Keine Zeit“?

Nun, da springt die Antwort deutlich hervor: Geld!

- Geld macht doch nicht glücklich! , entrüstet sich mein Freund.

Ich fasele ausweichend etwas von Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und Komfort, was dann ja auch das Kinderproblem erklären dürfte. Seine schwarzen Augen werden immer größer und strahlen dabei höchstes Unverständnis aus.

- In Afrika war ich der Chef einer Firma und hatte viel Geld. Ich nahm was ich brauchte und gab viel meiner Familie. Es blieb trotzdem was übrig und ich musste feststellen, dass meine Tochter durch die vielen Geschenke immer quengeliger und gieriger wurde. Papa war nur noch der Sponsor. Nichts mehr.

Mir schießt unwillkürlich die „Wenn Papa tot ist, kauf ich mir ein Ponyhof“- Werbung für eine Versicherung durch den Kopf. Ja, es ist wirklich traurig mit unserer Gesellschaft.

Doch was lässt sich da machen. Ab ins Outback? Sich irgendeiner Punk-Bewegung auf der Straße anschließen um von vorbeilaufenden Omis und deren „Und das soll meine Rente zahlen“- Klagen genervt werden? Ein massenhafter Ausstieg wäre zwar ein deutliches Zeichen der Unzufriedenheit, stürzt den Sozialstaat letztendlich aber nur noch tiefer in den Abgrund. Überhaupt hat man für solche Sachen keine Zeit. Uups, da war doch was.

Ich frage den kleinen Schwarzen, wie man denn bei ihm zu Hause den Begriff behandelt.

- Du würdest hier auf der Straße viele Afrikaner sitzen und miteinander reden sehen. Und das nicht, weil sie Penner sind, sondern es sich gut gehen lassen. Einsamkeit gibt es bei uns kaum. Wenn du ihnen sagst, du hast keine Zeit, würden sie dich fragen, wo du denn hin musst. Sie denken, die Europäer treiben mit ihrem Gehetze die Zeit voran und laufen so schneller in den Tod.

Allerdings. Allein die ganzen Medikamente und Krankheiten aufgrund des alltäglich-normalen Stressfaktors geben ein deutliches Indiz. Von Müdigkeit bis zur Ganzkörperlähmung ohne Erklärung – Die Ärztezimmer sind voller als bei dem dunklen Kontinent, wo man sich noch mit ganz anderen Krankheiten, wie Malaria oder den HIV-Virus herumschlagen muss (oder liegt das vielleicht daran, dass in Afrika kaum Ärzte praktizieren?). Jedenfalls geht ohne Aspirin keiner mehr aus dem Haus und für jede Krankheit gibt es hier ein Wundermittelchen, und sei es für die voranschreitenden Volkskrankheiten wie Rückenbeschwerden oder Schwerleibigkeit. Voll gedopt mit Chemikalien für Leistung und gesellschaftlichen Perfektionissmus. Zur Lebendigkeit führt das ganze allemal nicht.

Hmm, das bringt ja echt zum Grübeln. Kann man dieser Gesellschaft denn auch was Positives abgewinnen? Der Afrikaner lächelt traurig

- In Deutschland ist Ordnung und Demokratie. Außer beim Asyl, natürlich.

Na, wie beruhigend.

                                                                 by Anne-Sophie Steinbach

28.11.07 19:26, kommentieren

Buddhismus

Ja ich gebe es zu. Ich bin Buddhistin.

Stimmt genau. Das ist diese komische, seltsam anmutende Religion, die neuerdings ein paar Promis für sich entdeckt haben. Aber nun kommt die Überraschung:

Die gab es auch schon vorher!

Ehrlich gesagt bin ich ziemlich genervt. Man darf trotz Religionsfreiheit kaum aussprechen an was man genau glaubt. Denn irgendeinen Spruch bekommt man von den charmanten Mitschüler und zu meiner großen Enttäuschung auch den Lehrern, immer zu hören.

Ob nun die Unterstellung ich sei ein neu erworbenes Sektenmitglied oder der Verdacht ich habe einfach keine Ahnung von was ich da rede. Da finde ich es noch angenehmer, wenn man sagt, dass Buddha doch auch nur ein anderer Name für irgendeinen Gott sei und ich mich anscheinend wichtig machen möchte.

Es ist alles falsch und nichts davon ist durchdacht. Man möchte wohl einfach nur cool und gelassen auf etwas vollkommen Fremdes reagieren.

Trotzdem bin ich nebenbei nicht die einzige, die es satt hat sich Tag ein, Tag aus zu verteidigen und zu rechtfertigen. Würde ich sagen, ich sei eine Christin und Gott sei mein Ein und alles, würde niemand fragen. Das währe schließlich nicht ungewöhnlich. Wo bleibt der Spaß etwas vollkommen falsch zu erzählen, wenn man eigentlich weiß, wie es richtig ist.

Auch wenn es immer noch Spezialisten gibt, die meinen Jesus sei im ersten Kreuzzug gestorben, wissen doch mittlerweile die meisten halbwegs gebildeten Menschen wie es wirklich ist.

Anders beim Buddhismus. Was ist das nun eigentlich genau? Nun, da ich mir nicht anmaße, eine Religion in wenigen Sätzen zu erläutern, folgen hier ein paar Kernpunkte und Grundgedanken, die schon mal wenigstens ein nützliches Allgemeinwissen vermitteln. Buddha war ist und bleibt ein Mensch. Weder war er vollkommen noch unsterblich. Er war übrigens nicht einmal ein wirklich angenehmer Zeitgenosse. Ein bisschen zu ehrgeizig und verbissen für meinen Geschmack. Zudem nach seiner Erlösung definitiv ein kleines Stück eingebildet. Es gibt verschiedene Buddhistische Lehren, die sich von seinen Schriften ableiten.

Ich persönlich folge dem achtfachen Pfad und den vier edlen Wahrheiten:

 

Dukkha - Das Leben im Daseinskreislauf ist leidvoll.

 

Samudaya - Die Ursachen des Leidens sind Begehren, Abneigung (negatives Begehren) und Unwissenheit (über die Natur des Leidens).

 

Nirodha - Durch das Erlöschen der Ursachen erlischt das Leiden.

 

Magga - Zum Erlöschen des Begehrens (und damit des Leidens) führt der „Edle Achtfache Pfad“.

 

So versuche ich ein relativ guter Mensch zu sein und zu bleiben.

Gut ist jedoch relativ. Mit dieser Umgebung und dem sozialen Umfeld, das sich uns bietet, ist gut zu bleiben ein Ding der Unmöglichkeit geworden.

Leid spielt des Weiteren eine ziemlich große Rolle. Nein, wir leiden nicht gern. Genauso wenig wie andere Menschen. Im Gegensatz zu den Christen akzeptieren wir aber, dass es Schmerz und Elend gibt und, dass es eben dazu gehört. Zu unserem Dasein.

Wer glaubt alles Schlechte aus seinem Leben tilgen zu können, sollte langsam mal aufwachen. Der Wecker hat geklingelt, es ist Zeit aufzustehen und auf einem Stück Seife im Bad auszurutschen.

Gut und Böse, Ying und Yang. Wir brauchen das Dunkle in uns, um nicht aus der Balance zu geraten. Wenn wir „sündigen“ wie es heißt, dann folgt keine Strafe. Jeder sündigt. Auch der Papst. Nein, mit seinem Karma muss ein jeder selbst zurrecht kommen. Wenn man sich selbst kennt, weiß man einfach, ob man im Gleichgewicht ist oder nicht. Man weiß, wie weit man von der Erlösung entfernt ist und wie wahrscheinlich eine erneute Wiedergeburt ist. Man kennt sich.

Sollte man sich verlieren, hilft die Meditation, die klärt was in uns vorgeht und in wie weit unser Handeln richtig war. Am Ende steht dann hoffentlich die Erlösung ins Nirvana. Keine weiteren Qualen mehr. Nur noch eine ruhige Existenz, die sich auch bei uns jeder anders vorstellt.

Konntet ihr mir folgen? Es ist ein komplexes aber interessantes Themengebiet. Eine mögliche Zwischenfrage kann ich aber gleich beantworten. Genauso wie nicht alle Christen jeden Sonntag in die Kirche Laufen, essen einige von uns auch Fleisch. Solange man dem Tier dankbar ist, ist eigentlich alles in Ordnung.

28.11.07 19:24, kommentieren

Bücher

„Kannst du mir nicht mal ein Buch empfehlen?“

Diesen Satz höre ich nur zu oft. Zu meinem Leidwesen verstehen die Meisten einfach nicht, dass man nicht so nebenbei ein Buch empfehlen kann.

Dazu muss man die Lesegewohnheiten des Menschen kennen und ein bisschen sicherlich auch seinen Charakter. Ist es eher ein sensibler Mensch, sollte man ihm von Steven King beispielsweise abraten, ist er eher einer von den Hartgesottenen Lesern, ist Nora Roberts nichts für ihn.

Hat man jemanden vor sich, der Geschichtsträchtige Werke mit Zeitgeist bevorzugt, sollte man über Walter Moers lieber schweigen. So kann man es stundenlang weiter spinnen.

Fakt ist aber, dass man sich mit dem Ausleihen eines Buches ziemlich weit aus dem Fenster lehnt. Schließlich ist man im Endeffekt dafür verantwortlich, wie derjenige einen Teil seiner Freizeit verbringt. Langweilt er sich zu Tode? Amüsiert er sich? Kann er mit humoristischer Belletristik überhaupt etwas anfangen?

Um diese Tücken zu umgehen, habe ich mich entschlossen drei Bücher auszuwählen die, wie ich hoffe, einen etwas größeren Geschmackskreis treffen. Auch hier wird es Ausnahmen geben. Aber um hundert Bücher vorzustellen fehlt einfach der Platz.

Fangen wir mit etwas Leichtem, Romantischen an. Ich empfehle zum lesen dieses Buches Kerzenlicht und eine träumerische Stimmung. Ein Räucherstäbchen schadet sicher auch nicht.

„Zwischen Himmel und Liebe“ von Cecelia Ahern ist eine etwas andere Liebesgeschichte die zwischen Realität und Fantasie spielt.

Was passiert wenn eine erwachsene Frau sich in den unsichtbaren Freund ihres Neffen verliebt? Vergesst die Tragik von Romeo und Julia, dieses Pärchen hat eine Mauer der Unmöglichkeit zwischen sich, die wohl nicht übertroffen werden kann.

Wahrlich ein Buch das zum Träumen und tragischen Seufzen verführt und noch Tagelang in euren Köpfen weiterlebt.

Aus einer ganz anderen Sparte kommt dagegen das Buch „Eisfieber“ von Ken Follet. Ein packender Endzeit – Thriller, der in keiner Seite an Spannung einbüßt. Einige Leser werden wohl langsam genug haben von dem klischeehaften Aufbau solcher Romane.

Wer aber dem Hauptprotagonisten gern mal eben in gefährlichen Situationen folgt und sich nicht von manch unglaubwürdigen Details ablenken lässt, ist bei Ken Follet zumindest mit diesem Buch genau richtig. Zugegeben ein Buch für nebenher, nicht unbedingt etwas womit man sich tagelang beschäftigen wird, aber durchaus für ein paar Stunden des zurückgezogenen Lesens geeignet. Ken Follets Machenschaft umfasst aber nicht nur dieses Buch. In den verschiedensten Genres schreibt dieser talentierte Autor und garantiert damit nicht nur Abwechslung, sondern auch Geschichten für ein breites Publikum.

So ähnlich ist es auch mit unserem dritten Autor: Paulo Coelho. Wer nicht bereit ist darüber nachzudenken, worüber er ließt, der möge bitte den Buchdeckel geschlossen halten. Es handelt sich meist um packende Lebensgeschichten mit Philosophie und märchenhaften Metaphern geschmückt, die unweigerlich zu einer Auseinandersetzung mit sich selbst führen.

So auch „Elf Minuten“. Mit diesem Buch hat er sich viele Feinde gemacht. Einen Roman über eine Prostituierte und das ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Darf man das? Nun, das kann ich nicht sagen, aber er darf es anscheinend. Das Buch erfreute sich bis jetzt absoluter Beliebtheit wie ich aus Erfahrung sagen kann. Denkt darüber nach. Es ist eine Erfahrung absolut wert.

Nun kennt ihr im Kurzen die drei mir liebsten Autoren. Alle verschieden wie ihre Geschichten. Eigentlich sind sie sich nur in der Qualität ihrer Bücher gleich.

Ach, und eine bitte am Schluss. Wenn ihr das nächste Mal jemanden nach einer Buchempfehlung fragt, überlegt gut, ob dieser Mensch euch auch kennt.

28.11.07 19:21, kommentieren


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