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Metallbauer/Metallbauerin – Fachrichtung Metallgestaltung

Metallbauer bzw. Metallbauerinnen planen Metallkonstruktionen, stellen sie her, setzten sie instand und bauen sie um. Dabei sind sie vorwiegend im Baubereich, im Fahrzeugbau und in der Landtechnik tätig.

Die 3 ½ jährige Ausbildung lässt sich in drei Fachrichtungen abschließen: Konstruktionstechnik, Nutzfahrzeuge und Metallgestaltung.

In der Fachrichtung Metallgestaltung geht es hauptsächlich um Bauteile mit schmückendem Charakter (Gitter, Geländer, Leuchten, etc.). Nach Kundenwunsch oder auch nach eigenen Entwürfen werden meist Einzelstücke hergestellt. Doch sie sind auch für das Reparieren von Schmiedeerzeugnissen und das Restaurieren von z.B. alten Rüstungen verantwortlich.

Womit wir auch schon beim eigentlichen Thema wären, denn: Mal ganz ehrlich, findet ihr nicht auch, dass sich die Berufsbezeichnung „Schmied“ einfach besser anhört? Diese wurde jedoch 1989 durch „Metallbauer/Metallbauerin Fachrichtung Gestaltung“ ersetzt.

Auch von den früher einmal über 10 Spezialisierungen (u. a. Kunstschmied, Messerschmied, Waffenschmied) sind heute nur noch drei als offizielle Ausbildungsberufe übrig. Dabei handelt es sich um Kupfer-, Silber- und Goldschmied. Letzterer lässt sich nochmals in die Fachrichtungen Juwelen, Ketten und Schmuck unterteilen.

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15.11.07 13:42, kommentieren

Von Kindern, Idolen und Sex

Die Sonne scheint. Trotz der mittlerweile doch vorangeschritten Jahreszeit ist das Wetter schön – zumindest schön genug um den vielleicht letzten Eisbecher dieses Jahres zu genießen. Und so schlendere ich gemütlich über den Markplatz, die Sonnenstrahlen im Gesicht und ein grad verzehrtes Eis im Magen.

Ich sehe Leute, die ihre Einkäufe oder andere Besorgungen erledigen, ein paar Jugendliche, die es sich auf einer Bank gemütlich gemacht haben, und ein paar Radfahrer, die scheinbar alles umfahren, was ihnen in die Quere kommt. Und, auf der anderen Straßenseite, sehe ich sie. Ich sehe ihre rosa Jacke und ihre Schuhe: pink, mit einer Absatzhöhe von schätzungsweise zehn Zentimetern – so breit, dass sie den Eindruck von Platoschuhen erwecken. Nur die jungenhafte Frisur will nicht wirklich dazu passen.

Doch in diesem Moment ist es nicht die Farbe, die in mir eine gewisse Übelkeit auslöst. Nein, es ist etwas anderes. Etwas, das mich um ehrlich zu sein sogar ein bisschen schockiert. Ich meine, es ist ja nicht das erste Mal, dass ich sehe, wie Jugendliche - oder besser gesagt Teenager – Sachen tragen, die man durchaus als eindeutige Botschaft verstehen könnte. Wenn zum Beispiel der Ausschnitt fast bis zum Bauchnabel reicht oder der Rock einer vielleicht 14-jährigen kurz genug ist, um ihren String-Tanga zu sehen, wenn sie vor einem die Treppe des Schulgebäudes hochgeht. Ich kenne die Studien, die sagen, dass Jugendliche immer früher Sex haben. Ich kenne die Film- und die Musikindustrie, die doch zum Großteil auf Gewalt oder Sex ausgerichtet sind.

Und doch stellt sich mir bei diesem Anblick die Frage nach der Grenze. Kann man denn wirklich gar nichts machen? Oder wird sich der Begriff einer unschuldigen und „reinen“ Kindheit bald nur noch auf einen Zeitraum von neun oder vielleicht noch weniger Jahren beschränken? Denn älter ist dieses Mädchen, das dort unsicher über den Bürgersteig stolziert, nicht. Ich bin nicht prüde und auch nicht sonderlich konservativ, aber: ein Kind mit Zehn-Zentimeter-Absätzen? Das muss doch wohl wirklich nicht sein!

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28.11.07 15:18, kommentieren

Kriminalität

Sie ist facettenreich. Sie ist missachtet. Sie wird verfolgt und bestraft. Und doch ist sie Faszination. Seit der Antike in der Literatur und nun auch in Film, Fernsehen und Computerspielen vertreten ist sie allgegenwärtig. Die Kriminalität.

Ob diese Faszination in einer Denksportaufgabe, bei der wir versuchen, das Rätsel selbst zu lösen, in dem Wunsch nach einem actionreicheren Leben oder doch in ganz anderen Ursachen wurzelt, ist bis heute ungelöst. Fest steht nur, dass es sich dabei keinesfalls um Fiktion handelt, bei der es immer ein gutes Ende gibt:
Rund 6,3 Millionen Straftaten wurden 2006 gemeldet, wovon gerade mal 55,4% aufgeklärt wurden. Immerhin 0,4% mehr als 2005 und damit die höchste Gesamtaufklärungsquote seit 1964.

Der Definition nach zählen als Kriminalität alle Handlungen mit gesellschaftsschädigendem Charakter, die strafrechtlich verfolgt werden. Was als kriminell gilt, hängt jedoch von Kultur und Zeit ab. So galten in Deutschland bis 1969 homosexuelle Handlungen als kriminell, wogegen Vergewaltigung in der Ehe erst ab 1996 als Straftat anerkannt wurde.
Es wird u. a. zwischen organisierter Kriminalität, Wirtschaftskriminalität, Drogenkriminalität und Jugendkriminalität unterschieden. Letztere beschreibt ein Täteralter von 14 bis 21 Jahren und wurde schon in der Antike von anderen Kriminalitätsarten unterschieden. Die Zahl der verdächtigen Jugendlichen ging im vergangenen Jahr übrigens zurück. Besonders auffällig war das bei Rauschgiftdelikten (-23,8%).
Den größten Teil der Straftaten machen Diebstähle aus (31,3%). Am beliebtesten ist laut Statistik Ladendiebstahl (fast 438 000), gefolgt von gestohlenen Teilen von Fahrrädern (ca. 370 000) und Kraftwagen (rund 361 000).

Beim Betrachten solcher Statistiken sollte man allerdings bedenken, dass es sich lediglich um die gemeldeten Straftaten handelt. Da der Großteil von Bürgern gemeldet wird, handelt es sich auch hauptsächlich um Taten, die von diesen als kriminell erachtet werden. Ein internationaler Vergleich ist übrigens kaum möglich, da viele Staaten nicht alle Daten freigeben oder diese verfälschen würden.

Doch nicht nur die Aufklärungsquote entspricht nicht den fiktiven Verbrechen aus Film und Fernsehen. So sollte man sich bei Zeugenaussagen sehr genau überlegen, inwieweit man ihnen Glauben schenkt. „Waffenfokus“ beispielsweise beschreibt eine Situation, in der sich die gesamte Aufmerksamkeit auf die Waffe konzentriert, mit der man bedroht wird. Dadurch kann zwar die Waffe anschließend genau beschrieben werden, der Mensch, der sie gehalten hat, jedoch nicht.
Auch kann es zu versehentlichen oder beabsichtigten Falschaussagen kommen, wenn der Zeuge einen Tatverdächtigen bei verschiedenen Gegenüberstellungen mehrmals sieht bzw. zweifelnde Zeugen sich nicht trauen, ihre Aussage zurückzuziehen.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Faktor ist der „Geschichtenerzähler“. So wird eine unbekannte Hirnfunktion bezeichnet, die alle Fakten unserer Erinnerung in einen logischen Zusammenhang bringt. Dabei werden unlogische Dinge weggelassen und notfalls durch logische ersetzt.

Erste forensische Untersuchungen

Forensik wird allgemein in drei Gebiete unterteilt. Die Rechtsmedizinforensischen Psychiatrie geht es um die Schuldfähigkeit und die Computer-Forensik ermittelt bei Computerkrimminalität. beschäftigt sich hauptsächlich mit Beweisen (Blutspuren, Insektenfunde, Fingerabdrücke, etc). Dei der

Als Pionier der Forensik gilt Joseph Bell (1837-1911). Der Pathologieprofessor forschte nicht nur auf den Gebieten Chemie, Toxikologie und Pathologie, sondern unterrichtete auch Arthur Conan Doyle, was ihm später den Ruf als Vorbild für die Romanfigur Sherlock Holmes einbrachte. 1887 klärte er zum ersten Mal einen Fall mit forensischen Methoden. 1888 arbeitete er am Fall Mary Kelly mit und äußerte Vermutungen über die Identität von Jack the Ripper.

Im März 2001 wird zu Ehren Bells das "Forensic Statistics & Legal Reasoning" gegründet, welches die Rechtsmedizin durch Forschung und Entwicklung unterstützt.

Todesstrafe - "Amistrafe"?

Die USA sind das Vorzeigeland, wenn es um die Erhaltung der Todesstrafe geht. Doch auch im Herzen Europas gibt es sie noch - wenn auch nur auf dem Papier.

So erlaubt Artikel 2 des hessischen Landesgesetzes die Todesstrafe bis heute. Der Grund dafür ist einfach: Der Artikel stammt von 1946, also 3 Jahre bevor die Todesstrafe per Bundesgesetz verboten wurde.

"Du sollst nicht stehlen!"

Ein sehr ironisch wirkendes Bibelzitat, wenn man bedenkt, dass gerade der Vatikan die höchste Krimminellendichte weltweit hat. Auf 500 Einwohner kommen hier im Jahr ca. 800 Gerichtsverfahren. Dabei handelt es sich hauptsächlich um auf dem Peterplatz begangene Diebstähle.

Doch nicht nur wegen den jährlich rund 18 Millionen Besuchern haben es Taschendiebe besonders leicht. Es gibt keine Auslieferungsvereinbarung. Jeder, der mit seiner Beute über die Grenze nach Italien flüchtet, kommt also straffrei davon.

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28.11.07 16:15, kommentieren

Bücher

„Kannst du mir nicht mal ein Buch empfehlen?“

Diesen Satz höre ich nur zu oft. Zu meinem Leidwesen verstehen die Meisten einfach nicht, dass man nicht so nebenbei ein Buch empfehlen kann.

Dazu muss man die Lesegewohnheiten des Menschen kennen und ein bisschen sicherlich auch seinen Charakter. Ist es eher ein sensibler Mensch, sollte man ihm von Steven King beispielsweise abraten, ist er eher einer von den Hartgesottenen Lesern, ist Nora Roberts nichts für ihn.

Hat man jemanden vor sich, der Geschichtsträchtige Werke mit Zeitgeist bevorzugt, sollte man über Walter Moers lieber schweigen. So kann man es stundenlang weiter spinnen.

Fakt ist aber, dass man sich mit dem Ausleihen eines Buches ziemlich weit aus dem Fenster lehnt. Schließlich ist man im Endeffekt dafür verantwortlich, wie derjenige einen Teil seiner Freizeit verbringt. Langweilt er sich zu Tode? Amüsiert er sich? Kann er mit humoristischer Belletristik überhaupt etwas anfangen?

Um diese Tücken zu umgehen, habe ich mich entschlossen drei Bücher auszuwählen die, wie ich hoffe, einen etwas größeren Geschmackskreis treffen. Auch hier wird es Ausnahmen geben. Aber um hundert Bücher vorzustellen fehlt einfach der Platz.

Fangen wir mit etwas Leichtem, Romantischen an. Ich empfehle zum lesen dieses Buches Kerzenlicht und eine träumerische Stimmung. Ein Räucherstäbchen schadet sicher auch nicht.

„Zwischen Himmel und Liebe“ von Cecelia Ahern ist eine etwas andere Liebesgeschichte die zwischen Realität und Fantasie spielt.

Was passiert wenn eine erwachsene Frau sich in den unsichtbaren Freund ihres Neffen verliebt? Vergesst die Tragik von Romeo und Julia, dieses Pärchen hat eine Mauer der Unmöglichkeit zwischen sich, die wohl nicht übertroffen werden kann.

Wahrlich ein Buch das zum Träumen und tragischen Seufzen verführt und noch Tagelang in euren Köpfen weiterlebt.

Aus einer ganz anderen Sparte kommt dagegen das Buch „Eisfieber“ von Ken Follet. Ein packender Endzeit – Thriller, der in keiner Seite an Spannung einbüßt. Einige Leser werden wohl langsam genug haben von dem klischeehaften Aufbau solcher Romane.

Wer aber dem Hauptprotagonisten gern mal eben in gefährlichen Situationen folgt und sich nicht von manch unglaubwürdigen Details ablenken lässt, ist bei Ken Follet zumindest mit diesem Buch genau richtig. Zugegeben ein Buch für nebenher, nicht unbedingt etwas womit man sich tagelang beschäftigen wird, aber durchaus für ein paar Stunden des zurückgezogenen Lesens geeignet. Ken Follets Machenschaft umfasst aber nicht nur dieses Buch. In den verschiedensten Genres schreibt dieser talentierte Autor und garantiert damit nicht nur Abwechslung, sondern auch Geschichten für ein breites Publikum.

So ähnlich ist es auch mit unserem dritten Autor: Paulo Coelho. Wer nicht bereit ist darüber nachzudenken, worüber er ließt, der möge bitte den Buchdeckel geschlossen halten. Es handelt sich meist um packende Lebensgeschichten mit Philosophie und märchenhaften Metaphern geschmückt, die unweigerlich zu einer Auseinandersetzung mit sich selbst führen.

So auch „Elf Minuten“. Mit diesem Buch hat er sich viele Feinde gemacht. Einen Roman über eine Prostituierte und das ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Darf man das? Nun, das kann ich nicht sagen, aber er darf es anscheinend. Das Buch erfreute sich bis jetzt absoluter Beliebtheit wie ich aus Erfahrung sagen kann. Denkt darüber nach. Es ist eine Erfahrung absolut wert.

Nun kennt ihr im Kurzen die drei mir liebsten Autoren. Alle verschieden wie ihre Geschichten. Eigentlich sind sie sich nur in der Qualität ihrer Bücher gleich.

Ach, und eine bitte am Schluss. Wenn ihr das nächste Mal jemanden nach einer Buchempfehlung fragt, überlegt gut, ob dieser Mensch euch auch kennt.

28.11.07 19:21, kommentieren

Buddhismus

Ja ich gebe es zu. Ich bin Buddhistin.

Stimmt genau. Das ist diese komische, seltsam anmutende Religion, die neuerdings ein paar Promis für sich entdeckt haben. Aber nun kommt die Überraschung:

Die gab es auch schon vorher!

Ehrlich gesagt bin ich ziemlich genervt. Man darf trotz Religionsfreiheit kaum aussprechen an was man genau glaubt. Denn irgendeinen Spruch bekommt man von den charmanten Mitschüler und zu meiner großen Enttäuschung auch den Lehrern, immer zu hören.

Ob nun die Unterstellung ich sei ein neu erworbenes Sektenmitglied oder der Verdacht ich habe einfach keine Ahnung von was ich da rede. Da finde ich es noch angenehmer, wenn man sagt, dass Buddha doch auch nur ein anderer Name für irgendeinen Gott sei und ich mich anscheinend wichtig machen möchte.

Es ist alles falsch und nichts davon ist durchdacht. Man möchte wohl einfach nur cool und gelassen auf etwas vollkommen Fremdes reagieren.

Trotzdem bin ich nebenbei nicht die einzige, die es satt hat sich Tag ein, Tag aus zu verteidigen und zu rechtfertigen. Würde ich sagen, ich sei eine Christin und Gott sei mein Ein und alles, würde niemand fragen. Das währe schließlich nicht ungewöhnlich. Wo bleibt der Spaß etwas vollkommen falsch zu erzählen, wenn man eigentlich weiß, wie es richtig ist.

Auch wenn es immer noch Spezialisten gibt, die meinen Jesus sei im ersten Kreuzzug gestorben, wissen doch mittlerweile die meisten halbwegs gebildeten Menschen wie es wirklich ist.

Anders beim Buddhismus. Was ist das nun eigentlich genau? Nun, da ich mir nicht anmaße, eine Religion in wenigen Sätzen zu erläutern, folgen hier ein paar Kernpunkte und Grundgedanken, die schon mal wenigstens ein nützliches Allgemeinwissen vermitteln. Buddha war ist und bleibt ein Mensch. Weder war er vollkommen noch unsterblich. Er war übrigens nicht einmal ein wirklich angenehmer Zeitgenosse. Ein bisschen zu ehrgeizig und verbissen für meinen Geschmack. Zudem nach seiner Erlösung definitiv ein kleines Stück eingebildet. Es gibt verschiedene Buddhistische Lehren, die sich von seinen Schriften ableiten.

Ich persönlich folge dem achtfachen Pfad und den vier edlen Wahrheiten:

 

Dukkha - Das Leben im Daseinskreislauf ist leidvoll.

 

Samudaya - Die Ursachen des Leidens sind Begehren, Abneigung (negatives Begehren) und Unwissenheit (über die Natur des Leidens).

 

Nirodha - Durch das Erlöschen der Ursachen erlischt das Leiden.

 

Magga - Zum Erlöschen des Begehrens (und damit des Leidens) führt der „Edle Achtfache Pfad“.

 

So versuche ich ein relativ guter Mensch zu sein und zu bleiben.

Gut ist jedoch relativ. Mit dieser Umgebung und dem sozialen Umfeld, das sich uns bietet, ist gut zu bleiben ein Ding der Unmöglichkeit geworden.

Leid spielt des Weiteren eine ziemlich große Rolle. Nein, wir leiden nicht gern. Genauso wenig wie andere Menschen. Im Gegensatz zu den Christen akzeptieren wir aber, dass es Schmerz und Elend gibt und, dass es eben dazu gehört. Zu unserem Dasein.

Wer glaubt alles Schlechte aus seinem Leben tilgen zu können, sollte langsam mal aufwachen. Der Wecker hat geklingelt, es ist Zeit aufzustehen und auf einem Stück Seife im Bad auszurutschen.

Gut und Böse, Ying und Yang. Wir brauchen das Dunkle in uns, um nicht aus der Balance zu geraten. Wenn wir „sündigen“ wie es heißt, dann folgt keine Strafe. Jeder sündigt. Auch der Papst. Nein, mit seinem Karma muss ein jeder selbst zurrecht kommen. Wenn man sich selbst kennt, weiß man einfach, ob man im Gleichgewicht ist oder nicht. Man weiß, wie weit man von der Erlösung entfernt ist und wie wahrscheinlich eine erneute Wiedergeburt ist. Man kennt sich.

Sollte man sich verlieren, hilft die Meditation, die klärt was in uns vorgeht und in wie weit unser Handeln richtig war. Am Ende steht dann hoffentlich die Erlösung ins Nirvana. Keine weiteren Qualen mehr. Nur noch eine ruhige Existenz, die sich auch bei uns jeder anders vorstellt.

Konntet ihr mir folgen? Es ist ein komplexes aber interessantes Themengebiet. Eine mögliche Zwischenfrage kann ich aber gleich beantworten. Genauso wie nicht alle Christen jeden Sonntag in die Kirche Laufen, essen einige von uns auch Fleisch. Solange man dem Tier dankbar ist, ist eigentlich alles in Ordnung.

28.11.07 19:24, kommentieren

Gespräch mit einem Afrikaner

Was ist eigentlich unsere Gesellschaft?

Nein, jetzt bitte keine Sozi- und Philo-Hefter hervorkramen, sondern einfach mal kurz überlegen, was euch bei diesem Wort in den Sinn kommt. Ein eher beklemmendes Gefühl der Systemunterwerfung oder vielleicht die glitzernde Vorstellung der High Society?
Das „Mein-Haus-mein-Auto-meine-Kinder“-Vorstadtklischee? Oder regt sich da gar nichts?

Wir alle befinden uns in der letzten Runde in Richtung der Zielgeraden, wo auf einem großen Transparent ABITUR 2008 leuchtet. Ja, und dann?
Die Rolle als Schüler wird bald abgelegt sein und egal ob Studium, Ausbildung, Zivildienst oder Arbeit – jeder nimmt erneut einen Platz in der Gesellschaft ein. Und was wird dabei von uns erwartet? In der Hinsicht gibt es nichts neues: Leistung! Leistung! Leistung!

Es wird hart gearbeitet, gebüffelt und geklotzt für… ja für was eigentlich?
Das fragte mich neulich auch ein Afrikaner im Krankenhaus.

- Warum studiert ihr so lange? Warum bekommt ihr so spät oder gar nicht Kinder? Warum seid ihr nie zufrieden? Warum heißt es immer „Keine Zeit“?

Nun, da springt die Antwort deutlich hervor: Geld!

- Geld macht doch nicht glücklich! , entrüstet sich mein Freund.

Ich fasele ausweichend etwas von Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und Komfort, was dann ja auch das Kinderproblem erklären dürfte. Seine schwarzen Augen werden immer größer und strahlen dabei höchstes Unverständnis aus.

- In Afrika war ich der Chef einer Firma und hatte viel Geld. Ich nahm was ich brauchte und gab viel meiner Familie. Es blieb trotzdem was übrig und ich musste feststellen, dass meine Tochter durch die vielen Geschenke immer quengeliger und gieriger wurde. Papa war nur noch der Sponsor. Nichts mehr.

Mir schießt unwillkürlich die „Wenn Papa tot ist, kauf ich mir ein Ponyhof“- Werbung für eine Versicherung durch den Kopf. Ja, es ist wirklich traurig mit unserer Gesellschaft.

Doch was lässt sich da machen. Ab ins Outback? Sich irgendeiner Punk-Bewegung auf der Straße anschließen um von vorbeilaufenden Omis und deren „Und das soll meine Rente zahlen“- Klagen genervt werden? Ein massenhafter Ausstieg wäre zwar ein deutliches Zeichen der Unzufriedenheit, stürzt den Sozialstaat letztendlich aber nur noch tiefer in den Abgrund. Überhaupt hat man für solche Sachen keine Zeit. Uups, da war doch was.

Ich frage den kleinen Schwarzen, wie man denn bei ihm zu Hause den Begriff behandelt.

- Du würdest hier auf der Straße viele Afrikaner sitzen und miteinander reden sehen. Und das nicht, weil sie Penner sind, sondern es sich gut gehen lassen. Einsamkeit gibt es bei uns kaum. Wenn du ihnen sagst, du hast keine Zeit, würden sie dich fragen, wo du denn hin musst. Sie denken, die Europäer treiben mit ihrem Gehetze die Zeit voran und laufen so schneller in den Tod.

Allerdings. Allein die ganzen Medikamente und Krankheiten aufgrund des alltäglich-normalen Stressfaktors geben ein deutliches Indiz. Von Müdigkeit bis zur Ganzkörperlähmung ohne Erklärung – Die Ärztezimmer sind voller als bei dem dunklen Kontinent, wo man sich noch mit ganz anderen Krankheiten, wie Malaria oder den HIV-Virus herumschlagen muss (oder liegt das vielleicht daran, dass in Afrika kaum Ärzte praktizieren?). Jedenfalls geht ohne Aspirin keiner mehr aus dem Haus und für jede Krankheit gibt es hier ein Wundermittelchen, und sei es für die voranschreitenden Volkskrankheiten wie Rückenbeschwerden oder Schwerleibigkeit. Voll gedopt mit Chemikalien für Leistung und gesellschaftlichen Perfektionissmus. Zur Lebendigkeit führt das ganze allemal nicht.

Hmm, das bringt ja echt zum Grübeln. Kann man dieser Gesellschaft denn auch was Positives abgewinnen? Der Afrikaner lächelt traurig

- In Deutschland ist Ordnung und Demokratie. Außer beim Asyl, natürlich.

Na, wie beruhigend.

                                                                 by Anne-Sophie Steinbach

28.11.07 19:26, kommentieren

Slamball

Das Spiel:

Slamball ist eine Variante des Basketballs, die spektakulärer aussehen soll. Dies soll unter anderem durch Trampoline in der Umgebung der Körbe, eine höhere Punktzahl für Dunkings und eine sehr kurze maximale Angriffszeit erreicht werden. Zudem ist es deutlich aggressiver. Die Sportart ist sehr jung; seit 2002 wird sie in den USA regelmäßig im Fernsehen übertragen, auch in Großbritannien gibt es mittlerweile eine Fangemeinde.

Die Regeln:

Die Regeln sind ähnlich dem Basketball.

Zwei Teams spielen gegeneinander, jedes besteht aus vier Spielern: einem sogenannten "Handler", zwei "Gunners" und einem "Stopper". Es werden zwei Spielhälften gespielt, jede ist 16 Minuten lang. Bei Fouls läuft die Uhr weiter, bei Auszeiten wird sie dagegen angehalten.

Würfe auf den Korb können von überall innerhalb des Spielfeldes erfolgen. Treffer zählen grundsätzlich zwei Punkte, die einzige Ausnahme sind Slam Dunks, die mit drei Punkten gewertet werden. Innerhalb von 15 Sekunden muss das angreifende Team einen Wurf auf den Korb versuchen. Es gibt (anders als im Basketball) keine Beschränkung auf das Blocken von Würfen.

Das Spielfeld wird durch hohe Wände aus Acrylglas begrenzt, die als Bande benutzt werden dürfen. Vor den Körben stehen Trampoline, üblicherweise vier auf jeder Seite.

Wird der Ball von zwei gegnerischen Spielern gleichzeitig berührt, geht der Ball an das verteidigende Team. Nach einen Foul gibt es eine speziellen "Freiwurf": der gefoulte Spieler darf von einem Trampolin aus zum Korb springen, um einen Drei-Punkte-Dunking zu erzielen, ein Verteidigungsspieler darf versuchen ihn zu blocken.

Hier noch ein kleines Video zum Thema: Klick Mich!

28.11.07 20:18, kommentieren


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