Die weibliche Multitaskfähigkeit

 

Endlich ist es soweit: unsere neue Oberzeitung steht in den Startlöchern und mit ihr starten wir eine einzigartige Kolumne. Manche denken jetzt bestimmt das Thema Frau-Mann bzw. Mann-Frau in der Ära Mario Barth ist schon langweilig und gibt nichts mehr her. Doch wir sprechen andere Themen an und gehen ihnen auf den Grund.

        Betrachten wir, zum Beispiel, die viel gelobte „Multitask-Fähigkeit“ der Frauen. Sie ist doch eher die weibliche „Unfähigkeit“ sich nur auf eine Sache zu konzentrieren und nimmt ihr jegliche Chancen zum Entspannen.

Denn was tut ein Mann, wenn er heimkommt? Er zieht sich seine Schuhe aus, setzt sich hin und sieht fern. Was er aber niemals tun würde: Mit Einkaufstüten unter dem Arm die Tür zuschubsen, in Schuhen und Mantel durch die Wohnung laufen und dabei alles aus dem Weg räumen, was vom Morgen liegen geblieben ist. Zwischendurch wird denn noch ein Topf Wasser aufgesetzt, Post durchgesehen und das Fernsehprogramm für den Abend einstudiert.

    - Tja, so was tut wirklich nur eine Frau…

Später will sie sich noch schnell die Haare waschen, Plätzchen backen und für ein Buch im Internet recherchieren. Das Resultat sieht folgendermaßen aus: die Plätzchen sich verbrannt, weil sie sich beim Surfen im Internet verzettelt hat und das Wasser ist inzwischen völlig verdampft.

        Ist diese Multitask-Fähigkeit nicht eher eine weibliche Erklärung für das planlose Umherirren in der eigenen Wohnung oder kann man das schon unter eine geistige Verwirrung einordnen? Ein Mann würde garantiert zum Zweiten tendieren.

Und sein wir mal ehrlich…Manchmal tun wir Frauen doch nur so, als ob wir multitaskfähig wären, aber verzetteln uns dabei so sehr, sodass nichts dabei rauskommt. Würden wir uns endlich mal auf eine Sache konzentrieren, hätten wir zumindest diese zu Ende gebracht.

        Da können wir uns an den Männern  ein Beispiel nehmen. Die lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Sie schalten die Glotze an und das Gehirn aus.

Auch beim Telefonieren können wir nicht still halten. Frau kann sich ja nicht hinsetzen, nein, sie muss aus einem 60 Minuten Telefonat einen Marathon machen, indem sie sich den Hörer zwischen Ohr und Schulter einklemmt. Dabei kaut sie mit ihrer Freundin jedes Problem durch, ersteigert eine Handtasche bei Ebay, räumt die Spülmaschine leer, schraubt ein Ikea-Regal zusammen und verbindet danach ihren Finger, weil sie sich verletzt hat.

Einige Männer fragen sich bestimmt, wann diese Multitaskfähigkeit eigentlich von statten geht. Wenn sie beim Fernsehen bügelt; ist das schon multitask oder wenn sie sich während der Nachrichten die Nägel lackiert?

Eins ist sicher: Männer und Frauen werden mit zweierlei Maß gemessen. Würde ihr Mann sich die Nägel schneiden, während sie ihm was erzählt, müsste er sich als desinteressierter Ignorant beschimpfen lassen.

Allerdings ist es auch ganz praktisch für den Mann, wenn er diese zweifelhafte Multitask-Fähigkeit nicht besitzt. So erwartet niemand von ihm wie ein besessener beim Essen zu plaudern. Dies soll jetzt aber nicht heißen, dass ein Mann froh sein kann, wenn er Kauen und Schlucken nicht verwechselt. Ich möchte schließlich nur feststellen, dass der Mann an sich ein wunderbares, einfaches, strukturiertes Leben führt, sich allerdings vor den weiblichen Irren in Acht nehmen sollte.
                                                                                       Manu B.

29.11.07 19:42

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