Bücher

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„Kannst du mir nicht mal ein Buch empfehlen?“

Diesen Satz höre ich nur zu oft. Zu meinem Leidwesen verstehen die Meisten einfach nicht, dass man nicht so nebenbei ein Buch empfehlen kann.

Dazu muss man die Lesegewohnheiten des Menschen kennen und ein bisschen sicherlich auch seinen Charakter. Ist es eher ein sensibler Mensch, sollte man ihm von Steven King beispielsweise abraten, ist er eher einer von den Hartgesottenen Lesern, ist Nora Roberts nichts für ihn.

Hat man jemanden vor sich, der Geschichtsträchtige Werke mit Zeitgeist bevorzugt, sollte man über Walter Moers lieber schweigen. So kann man es stundenlang weiter spinnen.

Fakt ist aber, dass man sich mit dem Ausleihen eines Buches ziemlich weit aus dem Fenster lehnt. Schließlich ist man im Endeffekt dafür verantwortlich, wie derjenige einen Teil seiner Freizeit verbringt. Langweilt er sich zu Tode? Amüsiert er sich? Kann er mit humoristischer Belletristik überhaupt etwas anfangen?

Um diese Tücken zu umgehen, habe ich mich entschlossen drei Bücher auszuwählen die, wie ich hoffe, einen etwas größeren Geschmackskreis treffen. Auch hier wird es Ausnahmen geben. Aber um hundert Bücher vorzustellen fehlt einfach der Platz.

Fangen wir mit etwas Leichtem, Romantischen an. Ich empfehle zum lesen dieses Buches Kerzenlicht und eine träumerische Stimmung. Ein Räucherstäbchen schadet sicher auch nicht.

„Zwischen Himmel und Liebe“ von Cecelia Ahern ist eine etwas andere Liebesgeschichte die zwischen Realität und Fantasie spielt.

Was passiert wenn eine erwachsene Frau sich in den unsichtbaren Freund ihres Neffen verliebt? Vergesst die Tragik von Romeo und Julia, dieses Pärchen hat eine Mauer der Unmöglichkeit zwischen sich, die wohl nicht übertroffen werden kann.

Wahrlich ein Buch das zum Träumen und tragischen Seufzen verführt und noch Tagelang in euren Köpfen weiterlebt.

Aus einer ganz anderen Sparte kommt dagegen das Buch „Eisfieber“ von Ken Follet. Ein packender Endzeit – Thriller, der in keiner Seite an Spannung einbüßt. Einige Leser werden wohl langsam genug haben von dem klischeehaften Aufbau solcher Romane.

Wer aber dem Hauptprotagonisten gern mal eben in gefährlichen Situationen folgt und sich nicht von manch unglaubwürdigen Details ablenken lässt, ist bei Ken Follet zumindest mit diesem Buch genau richtig. Zugegeben ein Buch für nebenher, nicht unbedingt etwas womit man sich tagelang beschäftigen wird, aber durchaus für ein paar Stunden des zurückgezogenen Lesens geeignet. Ken Follets Machenschaft umfasst aber nicht nur dieses Buch. In den verschiedensten Genres schreibt dieser talentierte Autor und garantiert damit nicht nur Abwechslung, sondern auch Geschichten für ein breites Publikum.

So ähnlich ist es auch mit unserem dritten Autor: Paulo Coelho. Wer nicht bereit ist darüber nachzudenken, worüber er ließt, der möge bitte den Buchdeckel geschlossen halten. Es handelt sich meist um packende Lebensgeschichten mit Philosophie und märchenhaften Metaphern geschmückt, die unweigerlich zu einer Auseinandersetzung mit sich selbst führen.

So auch „Elf Minuten“. Mit diesem Buch hat er sich viele Feinde gemacht. Einen Roman über eine Prostituierte und das ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Darf man das? Nun, das kann ich nicht sagen, aber er darf es anscheinend. Das Buch erfreute sich bis jetzt absoluter Beliebtheit wie ich aus Erfahrung sagen kann. Denkt darüber nach. Es ist eine Erfahrung absolut wert.

Nun kennt ihr im Kurzen die drei mir liebsten Autoren. Alle verschieden wie ihre Geschichten. Eigentlich sind sie sich nur in der Qualität ihrer Bücher gleich.

Ach, und eine bitte am Schluss. Wenn ihr das nächste Mal jemanden nach einer Buchempfehlung fragt, überlegt gut, ob dieser Mensch euch auch kennt.

28.11.07 19:21, kommentieren


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